von
Hertmanni

Speyer 1543. Köln 1580. Freiherren seit 1741.

Speyer 1543 · Köln 1580 · Bangkok 2026

»Die große Herrlichkeit der Familie, die der Vater begründet hatte, ging mit seinem Sohn wieder verloren.«
— Karl Pellmann, Die Familie Hertmanni, 1928

»Jeder deiner Vorfahren hat dir etwas zu sagen.« — Karl Pellmann, Die Familie Hertmanni, Cleve 1928

0 — XIV

Die Linie

Vierzehn dokumentierte Generationen. Von Endriß Herman, Schmied in Speyer, bis in die Gegenwart.

Gen. 0
Endriß Herman
c. 1510 Frankfurt a.M. — nach 1580 · Speyer
Messerschmied — geboren in Frankfurt am Main, nicht in Speyer. Er wanderte nach Speyer ein und durchlief eine bemerkenswerte Karriere in der Reichsstadt:

  • Messerschmied — vor 1536
  • Bierrichter & Marktmeister — 1549–1553
  • Rat im Seß (Stadtrat) — 1547–1579
  • Schlüssel zum Siegel — 1563
  • Gerichtsherr — 1554–1580
Vater von Michael Hermans, der am 6. Januar 1580 von Speyer nach Köln zog. Das Muster ist klar: Frankfurt → Speyer → Köln — drei Generationen, drei Rheinstädte, aufsteigender Bürgerstatus in jeder.

FamilySearch LTGV-HBB Alle Karriereeinträge 0 Quellen — Ursprung des Datums unbekannt. Stadtarchiv Speyer zur Verifikation geplant.
Gen. I
Michael Hermans · genannt Hermantz
c. 1550 · Speyer — 1638 · Köln
Ratsherr zu Köln. Primärquelle Eingetragen als neuer Bürger am 6. Januar 1580 — Dreikönigstag, dem höchsten Festtag der Stadt. Beruf: Brauer. Herkunft: Speyer. Er reiste auf dem Rhein nach Norden, präsentierte sich dem Stadtschreiber an dem Tag, an dem Köln sich selbst feierte, und wurde Bürger.

Er blieb. Er wurde Kölner Ratsherr. Sein Bruder Johann Hertmanni war ebenfalls Ratsherr. Quelle: Buhlmann (2023), bestätigt in Stehkämper, Kölner Neubürger (zitiert in FamilySearch GTKC-JJR).

Verheiratet mit Elisabeth von Kerpen.
Gen. II
Andreas Hermantz
c. 1610 — ?
Verheiratet mit Margarethe Breyen, Tochter von Hermann Breyen und Margarethe Dahlhoff. Kölner Bürgerfamilie.
Gen. III
Johann Michael Hermantz alias Hertmanni
c. 1615 — nach 1670 · Köln
Doctor juris. Kurtrierischer, Pfalzneuburgischer und Kurkölnischer Geheimer Rat. Syndicus der jülichschen Landstände. Besitzer von Gütern zu Bochem und Auenheim. Wohnte in der Rue des Saints Apôtres, Köln.

Der Kurfürst Philipp Wilhelm von der Pfalz war persönlicher Freund — er übernahm 1652 die Taufpatenschaft über Dr. Hertmannis Sohn Philipp Wilhelm. Sein Beileidsschreiben zu Johann Michaels Tod am 6. April 1670 ist im Wortlaut überliefert (Pellmann, S. 40).

Heirat am 26. Juni 1646 mit Anna Blankenberg (1616 — 4. März 1685, gestorben im Bonner Haus ihres Schwiegersohns Franz Heinrich Fabri, beigesetzt St. Martin zu Bonn). Primärquelle Buhlmann 2023, S. 145–146.

Die Blanckenberg-Familie: Ihr Vater Walram Blanckenberg war Schöffe des Hohen Weltlichen Gerichts zu Köln. Bruder Caspar Blanckenberg ebenfalls Schöffe. Bruder Johannes Blanckenberg: Doctor Theologiae, Abt der Zisterzienser in Altenberg, Rektor der Universität Köln (1650–1662), persönlicher Freund von Fabio Chigi — dem späteren Papst Alexander VII. Die Familie war aus Holland eingewandert. Johannes und Caspar waren Trauzeugen bei der Hochzeit ihrer Schwester mit Dr. Hertmanni.

Sieben Kinder. Neufund 2026: KASTEN SCHWARZ 3491 (BayHStA München) und AT-OeStA/AVA Adel RAA 183.7 erhielt belegen die Linie in den Standeserhebungsakten.
Gen. IV
Johann Bernhard Hertmanni
bapt. 1. Mai 1647 St. Alban, Köln — c. 1680
Dr. jur. Kurkölnischer Hofgerichtskommissar. Primärquelle KB St. Alban, Köln.

Wohnhaft im Haus Zum Overstolz, Eigelstein 51, Köln. Heirat am 8. Februar 1671 in St. Kunibert (nicht St. Alban — korrigiert 2026 durch FamilySearch-Quellen) mit Gertrud Wolf von Weidenfeld (geb. 14. Dez. 1647, gest. 15. Sept. 1695), Tochter von Senator Johann Wolf von Weidenfeld und Gertrud Kinckius.

Vier Kinder, alle in St. Kunibert getauft: Primärquelle FamilySearch GTKC-JJR (11 Quellen).
  • Johann Christian Hermanni — 28. März 1672
  • Maria Anna Hertmanni — 11. September 1673
  • Maria Gertrud Hertmanni — 12. Februar 1675 (→ Lux. Linie)
  • Wilhelm Joseph Hertmanni — 9. August 1676 (→ 1. Freiherr)

Beide Eltern starben jung. Vormund: zunächst Kanonikus Wilhelm Hertmanni, ab 1696 Bürgermeister Petrus Nicolaus von Krufft.
Gen. V
Kollateral
Marie-Gertrude de Hertmanny
bapt. 12. Februar 1675 St. Kunibert, Köln — Datum unbekannt, Grand-Han
Schwester des 1. Freiherrn. Verließ Köln ca. 1701. Sie ist nicht die direkte Linie — aber die bedeutendste Seitenlinie der Familie.

1. Ehe: am 3. November 1701 in Jülich mit Lambert de Piret, Seigneur de Sainte-Ode, Eisenwerksbesitzer in der Provinz Luxemburg. Lambert starb 3. Mai 1705. Zwei Töchter: Suzanne-Françoise und Marie-Anne-Louise de Piret.

Nach Lamberts Tod übernahm sie die drei Eisenhütten — Sainte-Ode, Presle und Ramont — und führte sie allein als Witwe von 26. Mai 1707 bis 1710. Sein Schwiegersohn Guillaume-Mathias van Beul versuchte, die Verwaltung zu übernehmen. Seine belle-mère — Marie-Gertrude selbst — »se chargea de compliquer encore la situation déjà difficile«. Sie gewann.

2. Ehe: Januar 1710 mit François Antoine de Cassal (1665–1719), Prévôt et grand gruyer de Durbuy, Seigneur de Grand-Han et de Soy. Fünf Kinder, darunter Claire-Josèphe de Cassal (geb. 1713).

Das Château de Grand-Han ist noch heute erhalten. Eigentümer: Familie Le Maire (Brüssel). Co-Eigentümer Bernard Le Maire besitzt die Le Fort-Manuskripte über die de Cassal-Familie. Geplanter Besuch: Juli 2026.

Primärquelle Annales IAL, Bde. 124–125 (1993–94). Primärquelle Grand-Han Pfarrregister 1754 (Archives de l'État, Lüttich). Primärquelle Bulletin Cour de Cassation, T7, N4 (1804, Gallica).
Gen. V
Wilhelm Josef Freiherr von Hertmanni
9. August 1676 — 1749
1. Freiherr. Primärquelle KB St. Kunibert, Köln (bapt. 9. August 1676). Schöffe zu Bonn. Zu Groß und Kleinen Koellenburg, Nauendorff. Früherer Statthalter des Kurfürsten Joseph Clemens — so bezeichnet im Diplom selbst.

Reichsadelsstand 28. Januar 1715. Kurkölnischer Truchseß 3. Juli 1726, unterschrieben von Clemens August. Reichsfreiherrenstand 19. Juni 1741 — ausgefertigt in München und Mannheim und unterschrieben von Karl Albrecht von Bayern und Carl Philipp von der Pfalz gemeinsam als Reichsvikare. Prädikat: Wohlgebohren. Beide Brüder, beide Wittelsbach — dieselbe Dynastiefamilie, die schon 1726 den Truchseß-Brief unterzeichnet hatte.

Das Diplom verweist auf ein älteres kaiserliches Adelsdiplom von »vorigen Römisch: Kayseren«, das die Familie bereits früher erhalten hatte und das Wilhelm Joseph »in originali jederzeit aufzuweisen in Händen hat«. Dieses ältere Diplom ist bisher nicht lokalisiert.

Wappen laut Diplom: Dreiteiliger Schild — oben rechts: goldenes Feld auf rotem Grund; oben links: zwölf sechsspitzige goldene Sterne auf blauem Feld; unten: roter flüchtiger Hirsch mit goldenen Sternen. Offener Helm, rot-blau-weiße Helmdecken, goldene Helmkrone, zwei Flügel (rechts weiß, links rot), halber roter Vogel.

Eingetroffen 2026 KASTEN SCHWARZ 3491 (BayHStA München) — vollständig transkribiert. »Hartmann«-Misspelling in zeitgenössischer Zusammenfassung = Grund des jahrzehntelangen Nichtfindens.

Eingetroffen 2026 AT-OeStA/AVA Adel RAA 183.7 (Wien) — österreichisches Pendant erhalten.

Erste Ehe: Anna Catharina von Vorst zur Houff. Zweite Ehe 1733: Anna Margarethe Helene Freiin von Graß zu Geyen.
Gen. VI
Johann Wilhelm Josef Freiherr von Hertmanni
15. März 1704 Köln — 21. September 1779 Haus Broich
Der Baron. Primärquelle KB St. Maria im Pesch, Köln, 16. März 1704 (FamilySearch ref. colgnecm1473000/20998206): Vater »Joannes Wilhelmus Josephus von Hertmanni«, Mutter »Anna Catharina von Vorst«.

Letzter männlicher Sproß der freiherrlichen Linie. Greffier am Baillage de Brühl (Kurkölnischer Hof-Kalender, mehrere Jahrgänge 1745–1752). Erwarb Haus Broich 1737/38 für 10.450 Reichsthaler.

Im Februar 1742 reiste er zur Krönung Kaiser Karls VII. nach Frankfurt — mit einem Viergespann, dessen Pferde er mit silbernen Hufen hatte beschlagen lassen. Er hoffte, kaiserlicher Kammerherr zu werden. Die Hoffnung erfüllte sich nicht. Er verkaufte Norbisrath und Casbach, um die Reise zu finanzieren.

Erste Ehe 1730: Maria Aleidis von Schönheim (geb. 1685, gest. 12. Feb. 1776, kinderlos). Zweite Ehe 1777: Maria Theresia Freiin von Siegenhoven gen. Anstel. Starb am 21. September 1779 — ein Jahr nach der Geburt seiner Tochter. »Die große Herrlichkeit der Familie, die der Vater begründet hatte, ging mit seinem Sohn wieder verloren.« (Pellmann, S. 77)
Gen. VII
Ludovica Franziska Freiin von Hertmanni
21. August 1778 Haus Broich — 2. Juli 1816 Haus Broich
Letzte ihrer Linie. Getauft 24. August 1778 in Willich. Heirat am 26. August 1799 (10. Fructidor, Jahr VII der Fränkischen Republik) mit Carl Maximilian Byll aus Wegberg. Im Heiratsakt heißt sie schlicht »Ludovica Francisca Hertmanni, Ackersleute«. Gestorben im 38. Lebensjahr. Mit ihr erlischt der Name Hertmanni.
Gen. VIII
Wilhelm Joseph Byll
25. Mai 1800 — 1. September 1851
Rittergutsbesitzer zu Broich. Heirat 1834 mit Maria Anna von Oidtmann aus dem Hause Hottorf.
Gen. IX
Alwine Byll
25. Januar 1836 Haus Broich — 8. August 1918 Bonn
Einziges Kind von Wilhelm Josef Byll. Heirat 1870 mit Hermann Brasse (1832–1882), Königlicher Bergassessor. Lebte nach dem Verkauf von Haus Broich 1865 in der Endenicher Allee 3, Bonn. Trat zur altkatholischen Kirche über. Sie besaß die Siegenhoven-Ölportraits.
Gen. X
Charlotte Elisabeth Brasse
27. August 1871 Neuwied — nach 1928
Heirat am 22. Juni 1895 in Bonn mit Friedrich Ludwig Obergethmann (geb. 4. Nov. 1863 Isselburg, Oberstleutnant a.D.), Sohn von Dr. med. Friedrich Wilhelm Martin Obergethmann und Dorothea geb. Hagemann. Primärquelle Standesamt Bonn, Heiratsregister 1895 Nr. 64.

Trauzeuge: Carl von Oidtman — derselbe Genealoge, der die Hertmanni-Linie in Fuerths Geschichte der Geschlechter kompiliert hatte. »In Besitz mehrerer alter Familiengemälde und Familienpapiere der freiherrlichen Linie.« (Pellmann, S. 84)
Gen. XI
Eduard Lucian Bodo Obergethmann
30. April 1898 Paderborn — 13. April 1943
Oberstleutnant. Ritterkreuzträger. Kaufmann in Wien. Gestorben in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Erste Ehe 1924 mit Mathilde Eder (1901–1967) — zwei Töchter: Gertraud (1925) und Ingeborg (1927). Zweite Ehe 1936 mit Margarete Landmann.
Gen. XII
Ingeborg Obergethmann
17. September 1927 Wien — 27. Dezember 2021
Modedesignerin in Wien. Schwester: Gertraud Obergethmann (geb. 1925), heiratete 1953 Danilo Rosina. Sie trug die Familiengeschichte — Namen, Porträts, Dokumente — über Jahrzehnte weiter.
Gen. XIII
Dorothea Maria Obergethmann
1. November 1946 Wien — 25. Februar 2004
Tochter von Ingeborg. Ehe mit Dipl.-Ing. Peter Gypser (1942–2018) geschieden. Beigesetzt: Gersthofer Friedhof Wien, Gruppe 1, Reihe 3, Nr. 8.
Gen. XIV
Florian Baptist Gypser
6. November 1974 — now
Sohn von Dorothea Maria Obergethmann und Dipl.-Ing. Peter Gypser. Bangkok, Thailand seit 2004. Initiator dieser Familienforschung. Rheinische Linien auf Substack.

Sechs Ölgemälde

Die Portraits

Sechs Ölportraits aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert befinden sich in Privatbesitz. Zwei durch Pellmann (1928) identifiziert.

Wilhelm Josef Freiherr von Hertmanni
I · Wilhelm Josef Freiherr · Pellmann Nr. 139
Anna Catharina geb. von Vorst
II · Anna Katharina geb. von Vorst · Pellmann Nr. 139
III
Johann Wilhelm Josef
Freiherr von Hertmanni
Pellmann Nr. 140 · verkauft c.1995
Portrait IV — Unbekannt
IV · Unbekannt 18. Jh.
Portrait V — Unbekannt
V · Unbekannt 18./19. Jh.
Portrait VI — Unbekannt
VI · Unbekannt 18./19. Jh.

Portraits I und II: Pellmann, 1928, S. 71/74. Portrait III (Baron mit Kollenburg) in Familienbesitz bis c.1995. IV–VI in Bangkok.

Heraldik

Das Wappen

Wappen von Hertmanni

In Rot ein schreitender Hirsch in Silber, begleitet von drei blauen Sternen.

Helm: wachsender roter Hirsch zwischen offenem Flug.

Decken: Rot und Silber. Motto: IN TE DOMINE CONFIDO.

Quelle: J. Siebmacher's Großes und Allgemeines Wappenbuch, 1857 · Tafel 215
Bestätigt: Der Herold 1876; Fuerth / v. Oidtman · Berndt Tafel 55 · Tyroff XI, 31
Physischer Bestand: Allianzwappen am Torhaus Haus Broich, Willich — fotografiert 2026
Standeserhebung 1741
KASTEN SCHWARZ 3491 (BayHStA München) und AT-OeStA/AVA Adel RAA 183.7 (Wien) — beide erhalten 2026. Unterzeichnet von Karl Albrecht (München) und Carl Philipp (Mannheim) als Reichsvikare, 19. Juni 1741. Die zeitgenössische Zusammenfassung buchstabiert Hartmann — Ursache des jahrzehntelangen Nichtfindens.
Physischer Bestand — Haus Broich 2026
Linker Schild: erweitertes Hertmanni-Wappen nach 1741 mit Freiherrnkrone. Rechter Schild: blaue Blütenpflanze auf Gold — vermutlich von Schönheim (⚭ 1730). Mottoband: DOMINE CONF[IDO].
Wittelsbach-Verbindung
Clemens August unterzeichnete den Truchseß-Brief 1726. Sein Bruder Karl Albrecht unterzeichnete das Freiherrendiplom 1741 — und wurde wenige Monate später Kaiser Karl VII.

Stammsitz der Familie · 1737 — 1799

Haus Broich

Hausbroicher Straße 222, 47877 Willich. Das einzige Gebäude der Familie, das noch steht — und das Letzte, das für sie gebaut wurde, bevor der Name verschwand.

Als Wilhelm Josef Freiherr von Hertmanni im Jahr 1737 Haus Broich erwarb, war er gerade Freiherr geworden. Der Kauf war eine Erklärung: ein Mann von Stand braucht einen Sitz. Er wählte dieses Wasserschloss auf dem platten Land zwischen Anrath und Willich — bescheiden im Vergleich zu den Kurfürstlichen Schlössern in Brühl und Bonn, die er kannte, aber sein.

Hier wurde am 21. August 1778 Ludovica Franziska Freiin von Hertmanni geboren — das letzte Kind, das den Namen Hertmanni trug. Ihr Vater, der Baron Johann Wilhelm Josef, starb im September desselben Jahres. Sie wuchs auf Broich auf, heiratete hier am 26. August 1799, und starb hier am 2. Juli 1816. Drei Generationen — Erwerb, Geburt, Tod — in sechzig Jahren auf demselben Gut.

Mitte des 19. Jahrhunderts wechselte das Anwesen den Besitzer und wurde in seiner heutigen Form 1898 von Architekt Theodor Roß nach alten Plänen neu errichtet. Das Torhaus mit dem Allianzwappen der Familie blieb erhalten und steht unter Denkmalschutz.

Das Wappen am Tor zeigt links das erweiterte Hertmanni-Wappen nach 1741 mit Freiherrnkrone, rechts das Wappen der ersten Frau des Barons. Das Mottoband: DOMINE CONF[IDO]. Heute ist das Haupthaus die Privatschule Carpe Diem.

Chronologie
1737 — Erwerb des Guts
1741 — Freiherrenstand: Broich wird Standesitz
1778 — Geburt Ludovica Franziska
1799 — Heirat Byll: der Name Hertmanni endet hier
1816 — Tod Ludovica Franziska
1865 — Verkauf des Guts
1898 — Neubau Herrenhaus nach alten Plänen
2026 — Wappen fotografisch dokumentiert
Haus Broich — Ansicht 1 Haus Broich — Torhaus / Wappen Haus Broich — Detail
Hausbroicher Straße 222 · 47877 Willich · Denkmalgeschütztes Torhaus · Fotografiert 2026

Weitere stehende Gebäude

Die Gebäude

Erhalten · Besuchbar
Haus Broich — Torhaus
Hausbroicher Str. 222, 47877 Willich
Haus Broich Torhaus 2026 Haus Broich Allianzwappen 2026
Denkmalgeschütztes Torhaus. Allianzwappen fotografiert 2026. Herrenhaus: Privatschule Carpe Diem.
HERTMANNI 1737 — 1799
Erhalten · Privatbesitz · Besuch geplant Juli 2026
Château de Grand-Han
Grand-Han, Durbuy, Province de Luxembourg, Belgien
Château de Grand-Han
BILD AUSSTEHEND · JULI 2026
Grand-Han Kirchhof — Favereau Stele
Sitz der Familie de Cassal seit ca. 1645. Marie-Gertrude Hertmanni zog hier 1710 ein — sie heiratete François Antoine de Cassal, Seigneur de Grand-Han et de Soy. Fünf Kinder hier geboren. Eigentumskette: de Cassal → de Favereau → Le Maire. Co-Eigentümer Bernard Le Maire (Brüssel) besitzt die Le Fort-Manuskripte im Schloss — die wichtigste noch nicht ausgewertete Primärquelle für die Luxemburger Linie.
DE CASSAL 1645 — 1765 · MARIE-GERTRUDE HERTMANNI 1710 — ?
Erhalten · Besuchbar
Wasserburg Anstel
Wasserburgstraße 30, 41569 Rommerskirchen
Wasserburg Anstel
Stammsitz der Familie von Siegenhoven gen. Anstel. Barocker Umbau 1722. Wappenstein über dem Eingang erhalten. Vorfahren mütterlicherseits von Ludovica Franziska.
VON SIEGENHOVEN · WAPPENSTEIN 1722
Erhalten · Besuchbar
Hof Obergethe
Auf der Gethe 4, 45549 Sprockhövel
Ursprungshof des Namens Obergethmann. Hans Peter Blomerad wurde hier am 15. Juni 1701 geboren — als »Johannes Peter Blomerad auf der Oberen Geten Kirspels Sprockhövel«. Heute Reitanlage Familie Dölger.
OBERGETHMANN-URSPRUNG · AB 1700
Aktive Pfarrkirche
Sankt Kunibert
Kunibertsklostergasse 2, 50668 Köln
Sankt Kunibert Köln
Tauf- und Hochzeitskirche der Generation IV. Johann Bernhard Hertmanni und Gertrud Widenfeldt heirateten hier 1671. Alle vier Kinder (darunter Marie-Gertrude 1675 und der spätere Baron 1676) wurden hier getauft. Die Kirchenbücher liegen im Historischen Archiv der Stadt Köln — Konsultation geplant Juli 2026.
GEN. IV TAUFEN 1672–1676
Erhalten · Besuchbar
St. Foillan
Pontstraße, Aachen
Taufkirche der Familie von Berg (Aachen). Vier Generationen hier getauft (1641–1706). Taufbücher im Bistumsarchiv Aachen.
VON BERG TAUFEN 1641 — 1706
Ruine · Besuchbar
Nürburg
Nürburg, Eifel
Stephan von Siegenhoven gen. Anstel war 1480 Vogt auf der Nürburg. Direkter Vorfahre. Heute am Nürburgring.
VON SIEGENHOVEN VOGT 1480
Erhalten · UNESCO
Festung Ehrenbreitstein
Koblenz
Carl Caspar von Schönebeck — Sohn von Anna Catharina Wilhelmina Hertmanni — heiratete hier 1734. Hier starb auch Clemens August von Bayern, Kurfürst-Erzbischof und Unterzeichner des Truchseß-Dekrets, 1761.
SCHÖNEBECK-HERTMANNI 1734

Kollaterales Netzwerk

Das Netzwerk

Dr. Johann Michael Hertmanni war kein isolierter Kölner Jurist — er war Treuhänder, Notar und Vertrauensmann des führenden katholischen Rheinlandadels. Zugleich führte die Blanckenberg-Familie, in die er einheiratete, zu den höchsten Kreisen der katholischen Gelehrtenwelt.

Als Dr. Hertmanni 1646 Anna Blanckenberg heiratete, heiratete er in eine der bemerkenswertesten Familien des katholischen Köln ein. Ihr Bruder Johannes Blanckenberg war gleichzeitig Abt der Zisterzienser in Altenberg, Rektor der Universität Köln und persönlicher Freund des päpstlichen Nuntius Fabio Chigi — der 1655 Papst Alexander VII. wurde. Johannes und sein Bruder Caspar waren Trauzeugen bei der Hochzeit. Die Familie war aus Holland eingewandert.

Quelle: Buhlmann, Die Hofräte Fabri/Fabry in Kurköln, S. 145–146. Primärquelle

Dr. Hertmanni hinterlegte 1655 einen Geldbetrag als Treuhänder für die Familie von Velbrück zu Garath. Vierzehn Jahre lang verwaltete er dieses Vermögen, bis er 1669 die Auszahlung an die Erben — darunter Adolf Alexander Freiherr von Hatzfeldt — vollzog. Das Original liegt im Fürstlichen Archiv auf Schloss Schönstein.

Blanckenberg · Altenberg · Vatikan
Johannes Blanckenberg
Abt Kloster Altenberg · Rektor Uni Köln · Freund Alexanders VII.
Bruder von Anna Blanckenberg (Ehefrau Gen. III). Doctor Theologiae. Generalvikar der Zisterzienser für Norddeutschland 1650–1662. Rektor der Universität Köln. Stellte 1657 als Rektor das Studienzeugnis für Wilhelm Egon von Fürstenberg aus — 25 Jahre später relevant bei dessen Wahl zum Straßburger Bischof. Sein Freund Fabio Chigi wurde 1655 Papst Alexander VII.
BUHLMANN S. 145–146 · PRIMÄRQUELLE
Fabri · Kurköln · Hofrat
Franz Heinrich Fabri
Hofkanzleidirektor Kurköln · gestorben 25. Oktober 1702
Heiratete 1671 Anna Catharina Hertmanni (geb. 21. Juli 1655), Tochter von Gen. III — Schwester von Gen. IV Johann Bernhard. Kurkölnischer Hofkanzleidirektor, letzter Hofkammerpräsident vor der Domkapitel-Administration. Erscheint gemeinsam mit »seinem Schwager Johann Bernhard Hertmanni« am 28. November 1676 als Appellationskommissar. (Buhlmann, S. 150)
BUHLMANN S. 145–165 · FABRI-HERTMANNI-LINIE
De Cassal · Durbuy · Habsburg
François Antoine de Cassal
Seigneur de Grand-Han et de Soy · Prévôt de Durbuy
Heiratete Marie-Gertrude Hertmanni 1710. Seine Linie geht zurück bis zu Jean Pierre de Cassal, Lieutenant in der Garde des Erzherzogs Albert (Souverainer Fürst der Niederlande). Großvater François enobelt von Philipp III. von Spanien, 20. April 1645. Vater Antoine war Kavallerie-Hauptmann unter dem Marquis de Strozzi.
BERNARD LE MAIRE / LE FORT-MANUSKRIPTE
Von Velbrück · Hatzfeldt
Von Velbrück zu Garath
Garath · Stift Rellinghausen · St. Marien im Kapitol
Treuhandvermögen bei Dr. Hertmanni 1655–1669. Maria von Velbrück (geb. 1624 Garath) ⚭ Wilhelm von Hatzfeldt-Wildenburg. Sohn Adolf Alexander quittierte am 25. Januar 1670. Original: Schönstein Nr. 2715 (LHA Schönstein).
SCHÖNSTEIN NR. 2715 · 1669–1670
Von Schönheim · Metternich · Casbach
Von Schönheim zu Metternich
Casbach · Kurköln
Maria Aleidis von Schönheim (1685–1776) heiratete 1730 den Baron Johann Wilhelm Josef von Hertmanni (kinderlose erste Ehe). Ihr Wappen erscheint im rechten Schild des Allianzwappens am Torhaus Haus Broich. Tochter von Franz Wilhelm von Schönheim zu Metternich × Catharine Heufft.
ALLIANZWAPPEN BROICH · FOTO 2026
Widenfeldt · Köln · Buchhandel
Wolf von Weidenfeld
»Zum alten Einhorn« · Köln
Gertrud Wolf von Weidenfeld heiratete 1671 Johann Bernhard Hertmanni (Gen. IV). Ihr Vater Senator Johann Wolf von Weidenfeld führte die Buchhandlung »Zum alten Einhorn« in Köln. Ihr Neffe Andreas von Widenfeldt wurde Kölner Bürgermeister (siebenmal zwischen 1712 und 1730). Quelle: bsb11960978.pdf (BSB München) — Primärquelle.
bsb11960978 · BSB MÜNCHEN · PRIMÄRQUELLE

Historischer Kontext

Köln im Reich

Die Familie von Hertmanni stieg auf in einer Stadt mit zwei Gesichtern — und fiel mit dem Ende des Systems, das sie hervorgebracht hatte.

Köln war gleichzeitig Freie Reichsstadt und Zentrum eines der mächtigsten Kurfürstentümer des Heiligen Römischen Reiches. Der Erzbischof-Kurfürst — ab 1583 fast durchgehend ein Wittelsbacher — residierte in Bonn und in Brühl: genau dem Ort, an dem die Hertmanni als Amtsverwalter ihre Karrieren aufbauten.

Die beiden entscheidenden Dokumente der Familie wurden von Wittelsbacher Brüdern unterzeichnet: Clemens August (Truchseß 1726) und Karl Albrecht (Freiherrenstand 1741). Karl Albrecht wurde kurz darauf Kaiser Karl VII.

Johann Andreas Hertmanni, Amtsverwalter Brühl, verweigerte den Eid im Dezember 1797 und verlor sein Amt. Köln fiel an Frankreich am 6. Oktober 1794. Der letzte Brühler Zweig erlosch 1832.

Frankfurt · 1742
Krönung Kaiser Karls VII., 12. Februar 1742. Sein Bruder Clemens August, Erzbischof-Kurfürst, setzte die Krone auf. Als Reichsvikar hatte Karl Albrecht ein Jahr zuvor den Hertmanni-Freiherrnstand verliehen. Johann Wilhelm Josef von Hertmanni reiste mit silberbeschlagenen Pferdehufen.
Krönung Kaiser Karls VII., Frankfurt 1742
München · Bonn · Brühl
Die Wittelsbach-Achse. Schloss Augustusburg (ab 1725 von Cuvilliés), Schloss Falkenlust, Schloss Poppelsdorf — das Versailles des Rheinlands, wenige Kilometer vom Hertmanni-Stammgut entfernt. Die Hertmanni dienten hier als Greffiers und Truchsessen.
Feuerwerk zur Krönung Karls VII., Hamburg 1742

In Arbeit

Das Buch

Im Frühjahr 2025 saß ein Mann in Bangkok am Ufer des Chao Phraya und las zum ersten Mal das Buch, das Karl Pellmann im Oktober 1928 vollendet hatte. Er war der vierzehnte direkte Nachfahre jener Familie, deren Geschichte Pellmann aufgezeichnet hatte. Er wußte es damals noch nicht mit Sicherheit. Er ahnte es.

Florian Gypser — Chao Phraya Bangkok

Was folgte, war anderthalb Jahre Arbeit. Die Nachrichtenquellen fließen heute reicher als in Pellmanns Tagen — und doch gilt, was er schrieb: der Stoff wuchs unter der Arbeit. Es sind Verbindungen entdeckt worden, von denen niemand vorher etwas ahnte.

Die wichtigste: Eine Schwester des Freiherrn verließ Köln 1701 und heiratete in Jülich einen Eisenwerksbesitzer aus Luxemburg. Nach dessen Tod führte sie drei Hochöfen allein. Dann heiratete sie ein zweites Mal in den ältesten Herrschaftssitz der Gegend von Durbuy — und das Schloß steht noch.

Köln und Bangkok, 2026. — Florian Baptist Gypser.

Von Hertmanni — Vierzehn Generationen

Ein Buch über eine Kölner Familie, die 1580 als Brauer begann, 1741 Freiherren wurden, 1799 in einem Revolutionsdokument Ackersleute hießen — und deren Blut heute in Bangkok weiterläuft.

  1. I Der Schmied — Speyer, 6. Januar 1580
  2. II Der Ratsherr — Köln, 1613
  3. III Das Schönstein-Dokument — 1655
  4. IV St. Kunibert — Köln, 1671–1676
  5. V Die Eisenh ütten — Luxemburg, 1707
  6. VI Das Diplom — 19. Juni 1741
  7. VII Silberne Hufen — Frankfurt, 1742
  8. VIII Die Ackersleute — 10. Fructidor, Jahr VII
  9. IX–XIV Wien · Paderborn · Bangkok · 1863–2026

Primärquellen

Das Archiv

Adelsakte · Eingetroffen 2026
BayHStA München — KASTEN SCHWARZ 3491: Reichsfreiherrenstand Wilhelm Josef von Hertmanni, 19. Juni 1741. Ausgestellt durch Karl Albrecht von Bayern als Reichsvikar. Zeitgenössische Zusammenfassung buchstabiert den Namen als »Hartmann« — die Ursache des jahrzehntelangen Nichtfindens. Digitalisat erhalten.
1741
Adelsakte · Eingetroffen 2026
Österreichisches Staatsarchiv, Wien (AVA-FHKA) — AT-OeStA/AVA Adel RAA 183.7: Österreichisches Pendant zum Freiherrendiplom. Geschäftszahl 2026-0.396.165, Bearbeiter Philipp Mayalian. Digitalisat erhalten.
1741
Wissenschaftlicher Aufsatz · Schlüsselquelle 2026
Günther Buhlmann — »Die Hofräte Fabri/Fabry in Kurköln«, Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein. Bestätigt: Michael Hertmanni (Gen. I) als Ratsherr seit 1580; Bruder Johann Hertmanni ebenfalls Ratsherr; Anna Blanckenbergs Vater Walram als Schöffe; Bruder Johannes als Abt von Altenberg, Rektor Uni Köln, Freund Papst Alexanders VII.; Sterbedatum Anna Blanckenbergs (4. März 1685) als Beisetzdatum primärquellenmäßig belegt. Heruntergeladen via vr-elibrary.de. Digitalisat vorhanden.
2023
Pfarrregister · Eingetroffen 2026
Archives de l'État à Liège — Grand-Han Pfarrregister: Taufe Claire-Josèphe de Cassal 17. November 1713 (ref. agatha.arch.be). Heirat Claire-Josèphe × Henri de la Fontaine 23. November 1754 — Henri als »subcenturio et equestris turma primus ductor in Regimine suæ excellentiæ Dni de Rougrave«. Primäre Quelle für die Luxemburger Nachfahrenlinie.
1713 / 1754
FamilySearch · Primärquelle bestätigt 2026
Kirchenbuch St. Kunibert, Köln — FamilySearch GTKC-JJR (11 Quellen): Alle vier Kinder des Gen. IV in St. Kunibert getauft (nicht St. Alban). Marie-Gertrud Hertmanni: 12. Feb. 1675 (ref. NPQF-WQV). Wilhelm Joseph: 9. Aug. 1676 (ref. N85G-M8T). Heirat Johann Bernhard × Gertrudis Widenfelt 1671 ebenfalls St. Kunibert (ref. JH8Z-3W5). Quellen eingetragen u.a. von FegelerPeter (6. März 2024), der Generalvikariatsprotokolle S. 350/351 zitiert.
1671 — 1676
Wappenbuch
J. Siebmacher's Großes und Allgemeines Wappenbuch — Tafel 215, »Hertmanni (Hermanns)«
1857
Genealogie
Fuerth, Geschichte der Geschlechter — »VI. v. Hertmanni«, kompiliert von E. von Oidtman
c. 1880–1900
Familiengeschichte
Karl Pellmann — »Die Familie Hertmanni«, 542 Seiten, Cleve — digitalisiert, Volltext vorhanden
Pellmann 1928 Buchdeckel
1928
Rechtsdokument
Stadtarchiv Linz am Rhein, Nr. 183a — Freiherr von Hertmanni wider den Pastor zu Linz, Zehntstreit Hof Stade in der Kasbach
1749/50
Nachlass · Konsultation geplant
Historisches Archiv der Stadt Köln, Bestand 1049 — Nachlass Pellmann/Schellmann, Stammbäume und Bilder. KB St. Kunibert (Taufen Gen. IV). Generalvikariatsprotokolle S. 350/351. Geplant Juli 2026.
Sommer 2026
Neufund 2026
Fürstliches Hatzfeldt-Wildenburg'sches Archiv, Schloss Schönstein — Nr. 2715: Dr. Hertmanni als Treuhänder für von Velbrück und von Hatzfeldt 1655–1670
1669
Neufund 2026
Vereinigte Adelsarchive im Rheinland, Dyck02 Nr. 216 — »Das Merkensgut zu Gruissen (Witwe Hertmanni)« — bisher unbekanntes Hertmanni-Gut am Niederrhein
1678
Primärquelle · Luxemburg
Annales de l'Institut archéologique du Luxembourg, Bde. 124–125 — »L'ère du fer en Luxembourg«: »Lambert contracta une seconde alliance à Juliers, le 3 novembre 1701, avec une dame originaire du pays de Cologne, Marie-Gertrude de HERTMANNY.« Bestätigt Existenz, Heiratsdatum, Ort und Herkunft von Marie-Gertrude Hertmanni (Gen. V, Kollateral). Digital: neptun.unamur.be/ark:/83449/00f9ff797f
1993–1994
Rechtsdokument · Frankreich
Bulletin de la Cour de Cassation, T7, N4 — Erbschaftsstreit um Marie-Gertrudes Ehevertrag von 1710 mit de Cassal: 18.000 Patagons, fünf Kinder, drei in Klöster. Original-Ehevertrag bei einem Notaire in Metz deponiert. Gallica digital.
1804
Standesamtsurkunden
Standesamt Bonn — Heiratsregister 1895 Nr. 64: Friedrich Obergethmann ⚭ Charlotte Brasse. Trauzeuge: Carl von Oidtman
1895
Entnazifizierungsakte
Landesarchiv NRW, NW 1034 / SBE Wehrmacht-Ausschuss Nr. 1278 — Friedrich Obergethmann, geb. 04.11.1863, Oberstleutnant
1945–1946

Forschungskontakt

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Florian Gypser — Bangkok

Florian Baptist Gypser

Geboren am 6. November 1974 in Wien. Architektur- und Designausbildung. Seit 2004 in Bangkok, Thailand — am Ufer des Chao Phraya. Unternehmer und Autor.

Er ist der vierzehnte direkte Nachfahre von Michael Hermans, der am 6. Januar 1580 — Dreikönigstag — als neuer Bürger in Köln eingetragen wurde. Der erste, der diese Linie vollständig dokumentiert hat.

Die Forschung begann 2025 mit Karl Pellmanns Buch von 1928 — einem Buch, von dem er nicht wusste, dass es existierte, bis er es fand. Seither wurden Archive in München, Wien, Düsseldorf, Paderborn, Münster und Lüttich konsultiert, Kirchenbücher des 17. Jahrhunderts entziffert und Schlossbesitzer in Belgien kontaktiert.

Seine Großmutter Ingeborg Obergethmann, Modedesignerin in Wien, starb 2021 im neunundneunzigsten Lebensjahr. Sie hatte die Familiengeschichte über Jahrzehnte bewahrt. Dieses Buch ist für sie.

Wenn Sie Dokumente, Photographs oder genealogische Informationen zu den Familien von Hertmanni, de Cassal, de Piret, Byll, von Siegenhoven, Obergethmann, Blanckenberg, von Graß, von Oidtmann, de Merode oder verwandten Linien besitzen — bitte melden Sie sich.

Laufende Schwerpunkte (Sommer 2026): HAK Köln; Château de Grand-Han / Le Fort-Manuskripte; Archives de l'État à Liège; Forschungsreise Juli 2026. Konferenz Leuven: September 2026.

forschung@von-hertmanni.de